Abteilung Tehrik-e-Jadid

AUFGABEN UND ZIELE

Bescheidenes Leben:

Von Zeit zu Zeit sollen die Khuddam in den Ijlasaat auf ein bescheidenes Lebensstil hingewiesen werden. Aussagen von Hadhrat Musleh Maud ra  hierzu sollten stets vor Augen geführt werden:

Für den Dienst am Glauben ist es wichtig, soviel wie möglich zu verdienen. Gebe für dich selbst wenig aus und gebe auf dem Weg Seines Glaubens mehr aus.“ (Al-Fazl, 5. Januar 1952)

Es muss überwacht werden, dass die Khuddam verschiedene Standpunkte des bescheidenen Lebensstils umsetzen. Beispielsweise Bescheidenheit bei Kleidung und Ernährung, anlässlich Hochzeit und Einladung sowie gewöhnliche Angelegenheiten.

Im Jahre 1934 führte die Majlis Ehrar eine Hetzkampagne gegen die Jamaat und erklärte, dass Sie erst zur Ruhe kommen werde, wenn Sie die Jamaat vollkommen von der Erdoberfläche ausgelöscht hat. Als Antwort darauf sagte Hazrat Musleh Maud ra ,

dass ich sehe, wie die Erde unter den Füßen der Ehrar entgleitet. Sie sagen, dass Sie die Jamaat auslöschen werden, aber Gott, der Allmächtige hat mir von einem Plan unterrichtet, mit dem die Jamaat sich in alle Länder der Welt verbreiten wird und niemand in der Lage sein wird, diese zu zerstören.

Zu diesem Zeitpunkt führte Hazrat Musleh Maud ra das Tehrik-e-Jadid ein, hinsichtlich dessen er sagte:

Der Zweck zur Einführung von Tehrik-e-Jadid liegt darin, eine Summe zusammenzutragen mit der mit Leichtigkeit Allahs Botschaft bis an die Enden der Welt getragen werden kann. (Freitagsansprache, 27. November 1942)

Es begann als ein temporäres Vorhaben, nachdem aber die ersten 19 Jahre vergingen, sagte Hazrat Musleh Maud ra:

Jetzt kommen die 19 Jahre zum Ende. Ich habe entschieden, dass das Tehrik-e-Jadid bis zu Eurem letzten Atemszug weitergeführt wird. (Freitagsansprache 27. November 1953)

Weiter erklärte er:

Ich hoffe, dass das Zeitalter des Tehrik-e-Jadid endlos andauern wird. Ähnlich wie die Sterne am Himmel unzählig sind, wird auch das Zeitalter des Tehrik-e-Jadid unzählige Jahre andauern. Genauso wie Allah Hazrat Abraham (as) versprach, dass seine Nachkommen unzählig sein würden und folglich Hazrat Abraham`s (as) Nachkommen dem Glauben außergewöhnlich dienten, wird auch mit dem Tehrik-e-Jadid verfahren. (Freitagsansprache 22.Februar 1935)

In seiner Freitagsansprache vom 9. November 1934 sagte Hazrat Musleh Maud ra zur Wichtigkeit zum Beitritt in das Tehrik-e-Jadid:

Jeder ist frei, ob er sich dem Tehrik-e-Jadid anschließen will oder nicht, doch wenn jemand die Möglichkeiten hat, beizutreten und dies nicht tut, weil Khalifat-ul-Massih den Beitritt als freiwillig erklärt hat, wird er zur Rechenschaft gezogen werden, entweder in dieser oder in der nächsten Welt. (Freitagsansprache 9.November 1934)

Anfänglich setzte Hazrat Musleh Maud ra den Standard, für die Beteiligung am Tehrik-e-Jadid wie folgt fest:

Meine zweite Anforderung für Tehrik-e-Jadid ist, dass die wohlhabenden Mitglieder der Jamaat, die es sich leisten können 100 Rupien oder mehr zu spenden, es für Tehrik-e-Jadid tun sollten, um Empfänger göttlicher Belohnung zu werden…. Um auch den armen Menschen die Möglichkeit zu gewähren, sich am Tehrik-e-Jadid zu beteiligen, erlaube ich, dass diejenigen die auch nur 5 Rupien spenden können, es so tun. Al-Fazl, Qadian, 29. November 1934)

Jeder einzelne muss für sich selbst entscheiden, wie seine Opferbereitschaft für die großartige Institution des Tehrik-e-Jadid sein soll. Dabei ist jedoch notwendig die Bedeutung von Tehrik-e-Jadid, seinen internationalen Stellenwert und die Aussagen der Khalifen vor Augen zu halten. Hazrat Musleh Maud ra hat über das Erlangen verschiedener Stufen zu unterschiedlichen Zeiten gesprochen. Er sagte:

Wenn jemand entscheidet die Hälfte seines monatlichen Einkommens zu opfern. Zum Beispiel, wenn sein Einkommen 100 Rupien beträgt, er 50 Rupien spendet, wird das als eine beachtliche Opferbereitschaft angesehen. Und falls jemand die Summe gleich seines vollen monatlichen Einkommens spendet, werden wir verstehen, dass er sich belastet hat um diese Opfer darzubringen. (Freitagsansprache, 4. Dezember 1935)

Hazrat Khalifat-ul-Massih der dritte rh, sagte im Jahre 1969 in der Majlis-e-Shura über das Niveau der Opferbereitschaft für Tehrik-e-Jadid:

Vom allerersten Tag basierte Therik-e-Jadid auf freiwilliger Basis. Dass das Chanda Therik-e-Jadid mindestens 1/5 des monatlichen Einkommens betragen sollte, ist kein vorgeschriebener Satz.(Bericht Majlis-e-Shura 1969)

Hazrat Musleh Maud ra hatte den Bedarf der gesamten Welt vor Augen, um eine hohe Summe für die schnelle Verbreitung des Islam zusammen zu tragen. Beim Abnehmen des Eides von Khuddam sagte er:

Dass Versprechen ist, dass falls es einen Ahmadi in Ihrem Dorf oder Stadt gibt, der nicht am Tehrik-e-Jadid teilnimmt, versuchen sie ihn am Tehrik-e-Jadid zu beteiligen. Solange bis es keinen einzigen Ahmadi mehr gibt, der nicht am Tehrik-e-Jadid teilnimmt. (Ansprache, Majlis-e-Shura Khuddam-ul-Ahmadiya Markaziyya, 23.Oktober 1950)

Hazrat Khalifat-ul-Massih, der vierte rh sagte am 25.Oktober 1985 in seiner Freitagsansprache:

Was immer Tehrik-e-Jadid in einem Jahr im Wege Allahs geopfert hat, Allah hat dies im darauf folgenden Jahr stets mehrfach belohnt. Diese Entwicklung schreitet auf erstaunliche Art und Weise weiter voran…All die Zunahmen in den Chandas sind die Nachkommen von Tehrik-e-Jadid. Wenn die armen Menschen aus Qadian und der Jamaat in Indien nicht je ein oder zwei Rupien gespendet hätten, nachdem Sie Ihre Ziegen und Kleiderstücke verkauften, wäre unser Budget niemals in die Millionen gegangen. All die Chandas, die wir in den Jamaats in Europa, Amerika und Afrika sehen, sind ein Resultat der Chanda Tehrik-e-Jadid, welches in den Anfängen mit inbrünstigen Gebeten dargebracht wurde. Die Gefährten des Verheißenen Messias (as), waren unter denen, die daran teilnahmen. Tatsächlich war es eine großartige Atmosphäre der Frömmigkeit und Tugendhaftigkeit, die kaum irgendwo anders auf der Welt gesehen wurde. Die armen Mitarbeiter der Anjuman waren gewohnt den Verdienst von mehreren Monaten zu sparen und für Tehrik-e-Jadid zu spenden. Sogar heute wiederholen sich diese Szenen auf der gesamten Welt und wir sind Zeuge der großartigen Ereignisse durch die Segnungen der Ahmadiyyat. Aber all dies begann in Qadian. Die Rolle, welche Tehrik-e-Jadid um den Eifer und Drang für finanzielle Opferbereitschaft zu wecken erbrachte, kann nicht übersehen werden.

Wie und inwieweit jemand am Tehrik-e-Jadid teilnehmen sollte, darüber sagte Khalifat-ul-Massih, der vierte rh:

Die Philosophie von Tehrik-e-Jadid, wie Sie von Hazrat Musleh Maud ra hervorgebracht wurde, ist, dass wir versuchen sollten, bei jeder Gelegenheit zu sparen, und so weit wie möglich für die Sache Allahs auszugeben. Jeder Ahmadi sollte sich vor Schamlosigkeiten schützen und Vergebung von Allah erflehen. (Freitagsansprache 5.November 1993)