Die Erhörung des Gebets ist ein wahres Mittel zur Gotteserkenntnis

In dieser fortlaufenden Rubrik „Perlen der Weisheit“ präsentieren wir Auszüge aus den Schriften des Verheißenen MessiasAS:

Wie wir schon erklärt haben, sind Muslime in der Sura Fatiha dazu
angehalten worden, sich mit dem Gebet zu beschäftigen und ihnen ist
das Gebet gelehrt worden:

اهدِنَا الصِّرَاطَ المُستَقِيمَ

„Führe uns auf den gerade Weg“ (1:6). Und es wurde zur Pflicht gemacht, dieses Gebet fünfmal täglich darzubringen. Es würde darum ein großer Fehler sein, die Spiritualität des Gebets zu leugnen. Der Heilige Qur‘an hat bestimmt, dass das Gebet eine Spiritualität enthält und infolge des Gebets eine Gnade herabkommt, die das Ergebnis des Erfolgs in verschiedenen Formen gewährt.

Somit kann jeder Gerechte verstehen, dass so, wie es trotz des Eingeständnisses der Vorbestimmung die Praxis Allahs ist, dass Anstrengung und Bestrebungen in hunderten von Angelegenheiten Ergebnisse erzielen, desgleichen auch die Bemühung in Form des Gebets
nicht vergeudet wird. An einer Stelle im Heiligen Qur‘an hat Gott, der Allmächtige, es zu einem Zeichen Seines Erkennens ernannt, dass Er das Gebet der Leidenden erhört, da es heißt:

أَمَّن يُجِيبُ المُضْطَرَّ إِذَا دَعَاهُ

„Wer antwortet dem Geplagten, wenn er Ihn anruft.“ (27:63). Da Gott, der Allmächtige, die Erhörung des Gebets zu einem Zeichen Seiner Existenz ernannt hat, wie kann ein verständiger Mensch sich einbilden, dass das Gebet kein sichtbares Zeichen der Erhörung
zur Folge hat, sondern nur eine Formalität ist, die keine Spiritualität enthält?

Ich finde, dass sich niemand, der wahrhaft glaubt, solcher Respektlosigkeit schuldig machen kann. Gott, der Glorreiche, sagt, dass so, wie der wahre Gott durch das Nachsinnen über die Erschaffung von Himmel und Erde erkannt wird, desgleichen der Glauben an Gott, den Allmächtigen, durch das Betrachten der Erhörung des Gebets erzeugt wird.

Wenn es also im Gebet keine Spiritualität gibt und die offensichtliche Gnade infolge des Gebets nicht wirklich und tatsächlich herabkommt, wie kann das Gebet dann ein solches Mittel der Erkenntnis Gottes, des Allmächtigen, sein wie Himmel und Erde und Himmelskörper es sind?

In der Tat zeigt der Heilige Qur‘an, dass das Gebet das beste Mittel zur Erkenntnis Gottes ist und dass das vollendete und vollkommene Verständnis der Existenz Gottes und Seiner
vollkommenen Attribute nur durch das Gebet und auf keine andere Weise erlangt werden kann.

Es ist das Gebet, das eine Person wie ein Blitz aus der Grube der Dunkelheit zieht und in die offene Atmosphäre des Lichts bringt und in die Gegenwart von Gott, dem Allmächtigen, bringt. Durch das Gebet werden tausende der Bösen reformiert und tausende der Verderbten geläutert.

(Ayyāmu ṣ-ṣulḥ, Rūḥānī ḫazāʾin, Bd. 14, S. 259-260)